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26. April 2021

Was Motivation und gezielte Förderung alles schaffen kann

 Adrian ist von Geburt an gehörlos. Seine Eltern sind hörend und er ist mit ihnen viel gereist. Er war in keiner Schule für gehörlose Kinder. Erst vor etwa 9 Jahren, als er aus Italien nach Österreich übersiedelte, lernte er die österreichische Gebärdensprache. Adrian besuchte hier einen Kurs. Endlich trifft er auch andere gehörlose Jugendliche. Das hilft sehr beim Lernen. Er hat das Glück, denn er hat ein sehr gutes Bildgedächtnis. Adrian ist überaus kreativ und hat tolle Ideen und kann großartig zeichnen. 

Er beginnt eine Lehre bei einem integrativen Betrieb in Wien. Adrian will Buchbinder werden, denn das ist ein Handwerk und er kann seine Kreativität einbringen. 

Sehr schnell merken alle, die seine Arbeiten sehen, was sie für ein Talent vor sich haben. In der Berufsschule hat er eine Kommunikations- Assistentin. Die hilft ihm, alle Inhalte auch verstehen zu können. Sie gibt den Unterricht in Gebärdensprache wieder und erklärt ihm Sachen, die er noch nicht versteht. Nach einem Jahr Lehrzeit stellt seine Werkstätten - Lehrerin der Berufsschule den Kontakt zu einem Bekannten her. Sie bietet ihm an, er könne dort einmal ein paar Tage zum Schnuppern ausmachen. Der Bekannte ist Kartonagenerzeuger in Wien. Die Arbeitsassistenz macht einen Schnuppertermin für Adrian aus. Sie erklärt dem Unternehmer alles, weil dieser keinerlei Erfahrung mit gehörlosen Menschen hat. 

Bald darauf kann Adrian bei Peter Weber Kartonagen in Wien für 5 Tage mitarbeiten. Dann kann er sehen, ob er und auch die Firma zusammenpassen würden. 

Sofort ist klar: Adrian arbeitet fleißig, sauber und schnell. Für Peter Weber steht fest: das wird ein guter Lehrling. Auch Adrian ist zufrieden. Hier ist seine Kreativität gefragt und so sattelt er um auf den Lehrberuf Kartonagenwarenerzeuger. 

Er macht eine Voll Lehre und schafft es mit gutem Erfolg auch durch die Lehrabschlussprüfung. Auch die Prüfer sind von Adrians Ehrgeiz und Fachwissen schwer beeindruckt.

Das sind die Zutaten für ein Erfolgsrezept: 

Man nehme: 

  • Einen hochmotivierten Lehrling
  • Einen integrativen Betrieb, der Voll Lehren unterstützt
  • Eine aufmerksame Werkstätten Lehrerin mit hoher sozialer Motivation
  • Einen aufgeschlossenen Unternehmer, der auch für Ungewohntes und Neues offen ist
  • Gute Unternehmensberatung
  • Eine Kommunikations-Assistenz die den Lehrling durchgehend bis zur Lehrabschlussprüfung begleitet
  • KollegInnen die offen und neugierig sind auf Neues
  • Arbeits Assistentinnen, die sich für ihre Schützlinge einsetzen

Mischen Sie das alles gut durch und freuen sie sich auf das wunderbare Ergebnis.

Mehr dazu auch in Kürze per Video auf unseren Social Media Kanälen.

 
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